Erfolgreiches Heimturnier-Jubiläum der Schwarzaer Judoka

15 Jahre ist es bereits her, dass die Judoka des SV 1883 Schwarza den Heidecksburgpokal, damals noch unter anderem Namen, zum ersten Mal als ihren Heimwettkampf ausgerichtet haben.

Viel Zeit ist seitdem vergangen, das Teilnehmerfeld hat sich geweitet und ist anspruchsvoller geworden. Über 250 Starterinnen und Starter aus über zwei Dutzend Vereinen reisten letzten Samstag, den 8. Februar 2020 nach Rudolstadt, u. a. auch aus Hannover, Kassel und Leipzig, und machten den hiesigen Teilnehmern Konkurrenz. Das Gro der Sportler kam auch in diesem Jahr aus ganz Thüringen zusammen.

Zur Eröffnung anwesend war freudigerweise der 1. Vereinsvorsitzende Klaus Karpinsky ebenso wie der Ältestenratsvorsitzende Erich Gutschner.

Nach Abteilungsleiter Thomas Schauseil ist der Heidecksburgpokal in Bezug auf den SV 1883 Schwarza „für die Altersklassen U9 und U11 der bedeutendste Wettkampf des Jahres und auch für die U13 ein wichtiger Gradmesser“.

Auch Schwarzas Cheftrainer Stefan Giller attestierte der 15. Auflage des Turniers, in dessen Altersklasse U9 Jungen und Mädchen zusammen kämpften, eine qualitativ sehr gute Besetzung mit starken Kämpfern der teilnehmenden Vereine.

Umso bemerkenswerter ist es, dass sich die Schwarzaer Teilnehmer, sei es dem Heimvorteil geschuldet oder nicht, in diesem Feld mit fünf Mal weißem Porzellan-Gold und zwei Mal Silber sowie Bronze souverän durchsetzen konnten. In der olympischen Mannschaftswertung erreichte Schwarza vor dem FSV 1950 Gotha und hinter dem JC Jena den 2. Platz. Thomas Schauseil sagte dazu: „Die 5 Goldmedaillen und der 2. Platz in der Mannschaftswertung haben sensationellen Anstrich, da mit einem solch guten Ergebnis aufgrund der letzten Jahre nicht zu rechnen war.“

Julian Schreiber ist einer der Goldmedaillenträger. Für den verantwortlichen Trainer Stefan Giller nur folgerichtig, denn er habe dominant gekämpft und souverän gesiegt. „Brenzliche Situationen konnte er gut verteidigen“, sehr gut sei auch seine Bodenarbeit gewesen. Sein Bruder Simon, Maximilian Ohlwein, Alison Maurer und Safiya Ziliax steuerten das übrige „weiße Gold“ bei. Für Stefan Giller zeigten sie dabei sehr gutes Judo, das schön anzusehen war. Genauso wie die Silbermedaillengewinner Achmed und Abrar Shahad. Bronze ging an Felix Dietrich und Moritz Habel, der nach den Worten seines Trainers sein Potential noch offensiver und besser einsetzen müsse. Über Felix Dietrich ebenso wie Alexander Linse und Michelle Kovaljov freute sich Stefan Giller besonders, da sie großen Kampfgeist gezeigt hätten. Für Raffael Tiersch, Theo Behrendt und Quentin Kelm war es laut ihrem Trainer nicht ihr bester Tag, sie haben aber dennoch gut kämpfend auf der Matte gestanden.

Im Anschluss fand erstmals ein Trainingscamp u. a. mit den Sportlern aus Hannover statt.

Stefan Giller zeigte sich mit dem Ergebnis des Turniers sehr zufrieden. Zwar sei die U13 quantitativ nicht hoch besetzt, dafür aber qualitativ und eine neue Generation erfolgreicher Schwarzer Judoka zeige sich bei den Jahrgängen 2010-2012. Hier sei der Teamgeist und der Wille, seine Gegner durch schönes Judo auszutricksen, genauso wichtig wie der Medaillenerfolg; dieser sei durch den Umstand, dass sich alle Sportler in ihren Leistungen haben steigern können, zur Nebensache geworden. Schwarzas Cheftrainer kündigt an, dass die U9 und U11 nach den Winterferien wieder gemeinsam trainieren und daran arbeiten werden, den Schwarzaer Judosport weiter voranzubringen.

Zur Wichtigkeit des Pokals sagt er: „Der HBP [= Heidecksburgpokal] ist eine Aufgabe der gesamten Abteilung. Ohne die vielen Menschen, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich helfen, wäre das Turnier nicht möglich. Durch das gemeinsame Arbeiten vor, während und nach dem Turnier haben wir ein starkes ‚Wir-Gefühl‘ entwickelt. […] Ich glaube, dass das Turnier uns zusammenschweißt und jeder dadurch das Beste für die Abteilung möchte – und das trägt dann auch zu guten Ergebnissen bei.“

Auf die Frage nach dem Fokus des Turniers in der Zukunft antwortet Abteilungsleiter Thomas Schauseil: „Wir wollen daran arbeiten, dass wir neben den Teams aus Thüringen in noch stärkerem Maße Vereine aus Sachsen und Sachsen-Anhalt dazu bewegen können, am Turnier teilzunehmen. Aus meiner Sicht sollte also der Fokus verstärkt auf Mitteldeutschland gerichtet sein.“

Stefan Giller möchte das bestehende Format als Ranglistenturnier des Thüringer Judoverbands in der Altersklasse U13 beibehalten. Die dadurch entstehende Anziehungsraft zeige sich auch dadurch, dass Sportler aus sieben Bundesländern am Samstag in unsere Residenzstadt kamen. Er wünscht sich darüber hinaus die Etablierung des Trainingscamps als Gewinn für alle daran Beteiligten. Er bedankt sich bei der Stadt und den immer entspannten Hallenwärtern für ihre für uns überaus wichtige Partnerschaft.

Der SV 1883 Schwarza bedankt sich bei seinen Sponsoren EVR, Garten, Gaumen & mehr, Herzgut, Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt, Nestler-Mühle Rudolstadt-Schwarza und RUWO und den vielen, zum großen Teil langjährigen, ehrenamtlichen Helfern, ohne die der Pokal nicht möglich wäre, sehr herzlich!

Ein besonderer Dank gilt Sportfreund und Bäckerlehrling Heiner Limmer, der es sich nicht nehmen ließ, auch an seinem freien Tag persönlich Brot und Brötchen für den Wettkampf zu backen!

137 Jahre Vereinssport in Schwarza, 68 Jahre Judo und 15 Jahre Heidecksburgpokal – Tradition und Weiterentwicklung – nur das können die Säulen für eine tragfeste, lokalsportliche Zukunft sein. Die Schwarzaer Judoka hoffen, am Samstag dazu einen weiteren, bedeutenden Beitrag geleistet zu haben.

10.2.2020

Welf Kerry Schauseil