Sportgymnasium Jena mit Natalia im Finale bei „Jugend trainiert für Olympia“

Platz 2 mit der Manschaft des Sportgymnasiums Jena in Oberhof.



Mit etwa 900.000 Teilnehmern jährlich gilt „Jugend trainiert für Olympia“ als der weltgrößte Schulsportwettbewerb. Auch die Sportart Judo ist Bestandteil dieses Contests, dessen Bundesfinale in diesem Jahr in der Thüringer Wintersportmetropole Oberhof stattfand. Als Gewinner des Landeswettbewerbs nahm sowohl bei den Jungen, als auch bei den Mädchen das Sportgymnasium Jena teil. Und während im letzten Jahr die Jungen bis ins Finale vordrangen und die Mädchen um Platz 3 kämpften, war es diesmal genau umgekehrt. Die Sportschule Jena bewies damit erneut die gute Qualität ihrer Ausbildung und ihre Spitzenstellung im Judosport der Bundesrepublik!

Souverän hatten sich dabei die Mädchen in der Vorrunde gegen ihre Konkurrentinnen aus Bottrop, Bad Schwalbach und Glückstadt durchgesetzt, dabei mit 145:0 Unterpunkten gar das beste Ergebnis aller Mannschaften erreicht. Im Viertelfinale schaltete man sodann das Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern aus. Im Halbfinale gewannen die Jenaer Mädchen das Prestigeduell gegen das Sportgymnasium Leipzig. Hier war Natalia Schauseil in der Gewichtsklasse bis 57 kg im Wiederholungskampf nach Zwischenstand von 2:2 die Matchwinnerin gegen Laura Holonics. Die Jungen gewannen ebenfalls ihre Vorrundenkämpfe, scheiterten später leider am Sportgymnasium Leipzig, blieben jedoch noch im Kampf um Platz 3 im Rennen.

Am 4.3.2010 fanden dann unter den Augen der U17-Bundestrainerin Jana Degenhardt und Grand-Prix-Gewinnerin Claudia Mahlzahn die Finalkämpfe statt. Diese waren an Spannung kaum zu überbieten. Die Jungen scheiterten zunächst knapp im Kampf um Platz 3 erneut gegen Leipzig und belegten am Ende den undankbaren 4. Platz. Die Mädchen hatten gegen die stark favorisierten Kämpferinnen aus dem Olympiastützpunkt und der Judohochburg Frankfurt/Oder anzutreten. Sensationell stand es nach den fünf regulären Kämpfen 1:1. Drei Unentschieden durch Sophie Gröning (bis 44 kg gegen Ines Beischmidt), Natalia Schauseil (bis 57 kg gegen Javona Edwards), Lisa Hoffmann (+57 kg gegen Sarah Gregor), eine Niederlage von „Ersatzfrau“ Friederike Schwope (bis 52 kg) und ein grandioser Sieg der immer besser werdenden am LLZ Jena trainierenden Brandenburgerin Lisa Zey (bis 48 kg) waren bis dahin zu verzeichnen. Daher musste ein Entscheidungskampf ausgelost werden und es traf Sophie Gröning. Diese konnte leider ihren guten und leidenschaftlichen ersten Kampf nicht wiederholen und verlor durch Ippon gegen Ines Beischmidt. Damit errangen die Mädchen des Jenaer Sportgymnasiums einen tollen zweiten Platz, den ihnen zuvor niemand zugetraut hätte.


Bericht und Fotos: T. Schauseil





Geschrieben von Stefan Giller .

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