Schwarzaer Judoka kämpften in Franken, Sachsen und Hamburg
"Bronze, Silber und Gold hab ich nie gewollt ..." sang einst der Mann mit dem karierten Hemd und den vielen Freundschaftsbändchen am Arm. Doch das sehen die Schwarzaer Judoka grundsätzlich anders. Am Wochenende ging es wieder auf Medaillenjagd und zum Abschluss des Wettkampfhalbjahres wurde es wieder ein kompletter Medaillensatz und noch mehr ...
Erstmals in Oberfranken
Mit vier Sportlern nahm der SV 1883 Schwarza in Münchberg am Pokalturnier „Unter dem Rohrbühl“ (AK U14 und U17) teil. Neben vorwiegend bayerischen Vereinen starteten auch der Auer Judoclub aus Sachsen und mit dem TuS Jena ein weiterer Thüringer Verein. Der gut organisierte Wettkampf hätte ein paar mehr Teilnehmer verdient. Dennoch hatten es unsere U14-Kämpfer nicht leicht. Johannes Limmer (bis 43 kg), noch der U12 zugehörend, hatte einen Gegner und verlor diesen Kampf. Verständlicherweise fehlt ihm noch einige Erfahrung gegen ältere und höher graduierte Gegner. Auch Florian Vetter (bis 46 kg) erging es nicht viel anders. Er hatte zwei Kämpfe zu bestreiten und konnte diese gegen ältere und erfahrenere Gegnerschaft leider nicht erfolgreich gestalten.
Kati Süßenguth (bis 40 kg) verlor im Pool ihren Auftaktkampf gegen eine starke Jenaerin (Anna Matveeva) und konnte dann ihren nächsten Kampf gewinnen. Dabei verletzte sie sich jedoch und klagte nach dem Kampf über starke Schmerzen im HWS-Bereich. Die Sanitäter empfahlen den Wettkampfabbruch und die Vorstellung im nahe gelegenen Kreiskrankenhaus. Kati ging also zum Röntgen (glücklicherweise konnte nichts Ernsthaftes festgestellt werden) und Matveeva sorgte während dessen dafür, dass Kati sich sogar ohne weiteres Zutun für das Halbfinale qualifizierte. Mit einer „schönen“ Halskrause konnte sie dann ihre Bronzemedaille in Empfang nehmen.
Natalia hatte in ihrer Gewichtsklasse bis 63 kg drei Gegnerinnen zu bekämpfen, davon zwei Blaugurte. Sie gewann die ersten beiden Kämpfe mit Ippon durch Seoi-Nage und Uchi-Mata. Im letzten Kampf gegen Susanne Meyer (PTSV Hof) nahm sie späte Revanche für die Niederlage 2007 beim Messecup und gewann nach deutlich dominierten Kampf durch Waza-Ari nach Seoi-Nage.
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Sebastian mit Platz 3 in Chemnitz
Der Schwarzaer Einzelkämpfer im U20-Bereich, Sebastian Herlitze, nahm am Wochenende am Paul-Wiedemann-Gedenkturnier in Chemnitz teil. Auch hier hielten sich die Teilnehmerzahlen in Grenzen. Ca. 100 Judoka waren gekommen. Allerdings war das Niveau sehr hoch, weil unter anderen die Kämpfer aus der Landesliga mit am Start waren.
In Sebastians Gewichtsklasse bis 73 kg gab es drei Teilnehmer, sodass jeder gegen jeden zu kämpfen hatte. Den ersten Kampf verlor Sebastian gegen Maschke (ASV Oelsnitz, Dritter der mitteldeutschen Meisterschaften 2010) mit Waza-ari. Seinen zweiten Kampf verlor Sebastian gegen Hölzel ( SV Halle, Mitteldeutscher Meister 2010) mit Ippon nach Festhalte. Mehr war gegen diese starken Gegner an diesem Tage nicht drin.
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Lisa holt Gold in Hamburg
Unser neues Vereinsmitglied Lisa Zey errang in ihrem letzten Wettkampf für den JC Samura Oranienburg mit vier Siegen souverän die Goldmedaille. Sie startete beim HNT-Cup in Hamburg, an dem in der AK U17/U20 ebenfalls ca. 100 Judoka teilnahmen. Bei den Mädchen war Lisas Gewichtsklasse (bis 48 kg) mit 5 Teilnehmern am stärksten besetzt. Lisa hat sich im wahrsten Sinne des Wortes den 1. Platz mit vier Siegen „erkämpft“. Insbesondere der erste Kampf gegen Julia Emsmann aus dem Kader von Schleswig-Holstein war sehr zäh. Erst im Golden Score konnte Lisa mit Waza-Ari nach O-Soto-Gari punkten. Die nächsten Kämpfe gingen dann schneller. Lisa gewann hier ausnahmslos am Boden, zunächst mit O-Soto-Gari und anschließender Festhalte, sodann mit Sankaku und zuletzt mit einem Armhebel.
Text & Bilder: Eva Zey, Matthias Herlitze, Thomas Schauseil